Begegnung, Geschichte und gelebte Vielfalt – Besuch des interkulturellen Frauentreffs im Schloss Hoyerswerda
Im Rahmen der Frauenaktionswochen 2026 fand im Schloss Hoyerswerda ein besonderer interkultureller Frauentreff statt. Die Veranstaltung bot nicht nur Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben, sondern ermöglichte den Teilnehmerinnen auch eine spannende Reise in die Geschichte der Region.
Schon beim Betreten des Schlosses wurde deutlich, dass dieser Ort weit mehr ist als ein historisches Gebäude. Als eines der ältesten Bauwerke der Stadt blickt das Schloss auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Ursprünglich als Wasserburg im 13. Jahrhundert errichtet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und diente verschiedenen Zwecken – von der Adelsresidenz bis hin zum Museum der Stadt.
Ein Schwerpunkt der Führung lag auch auf der Geschichte der Sorben, die die Lausitz seit Jahrhunderten prägt. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wie die Sorben früher in und um Hoyerswerda lebten, ihre Bräuche pflegten und ihre Sprache bewahrten. Traditionen wie Trachten, Feste und Handwerkskunst konnten angesehen werden und machten deutlich, wie tief verwurzelt die sorbische Kultur in der Region ist. Diese Einblicke sorgten für großes Interesse und regten zu vielen Gesprächen an. Besonders interessant für die Teilnehmerinnen war die Kleidung der sorbischen Frauen früher.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Jenßen, der Gleichstellungsbeauftragten, für die Organisation und ihr Engagement im Rahmen der Frauenaktionswochen. Ebenso danken wir Frau Noack und Frau Szücz vom Museum für die informative und lebendige Führung durch das Schloss. Ihr Fachwissen und ihre Begeisterung haben maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Tag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis wurde.
Der Besuch im Schloss Hoyerswerda hat gezeigt, wie Geschichte, Kultur und Begegnung miteinander verbunden werden können.
