09.07.2026

HoykiWojki 2026

 

Pünktlich um 9:00 Uhr öffnet die Kinderstadt auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm ihre Tore für Kita- und Hortgruppen und nachmittags für alle. Neugierig erkunden die ersten Einwohner Meldeamt, Arbeitsamt, Bank und Konsum – die zentralen Anlaufstellen des Stadtlebens. Nach der Anmeldung erhält jedes Kind einen eigenen Pass sowie ein Begrüßungsgeld von fünf Hoy. Anschließend beginnt die Entdeckungstour durch eine Stadt, die zahlreiche Arbeits-, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten bietet.
Nach der sorbischen Begrüßung durch Christian Völker-Kieschnick von der KuFa Hoyerswerda und der offiziellen Anmeldung wählen die Kinder beim Arbeitsamt ihren ersten Beruf. Die Auswahl ist groß: Ob im Krankenhaus, als Yogalehrer, Designer, Steinmetz, Polizistin oder in der Gastronomie – für jede und jeden gibt es eine passende Aufgabe. Besonders lohnenswert ist auch ein Besuch der sorbischen Sprachuniversität. Dort gestalten die Kinder ihr eigenes Wörterbuch und lernen erste sorbische Begriffe kennen. Wer an diesem Angebot teilnimmt, erhält als Belohnung zusätzlich 30 Hoy.
Ein besonderes Angebot befindet sich in der Nähe des Eingangs: Der Instrumentenbau. Hier schaffen die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen vertreten durch die Partnerschaften für Demokratie Hoyerswerda, der Koordinierungsstelle Bildung, das Integrationsprojekt S.T.A.R., die Schulsozialarbeit sowie die begleitende Maßnahme des GIHK Hoyerswerda kreative Arbeitsplätze. Die Kinder bauen und gestalten Trommeln, Regenmacher, Schellenringe, Zupfinstrumente oder Panflöten und erhalten dabei einen spannenden Einblick in den Beruf des Musikinstrumentenmachers, der auch in der Broschüre „Kleine Meister“ vorgestellt wird. Gleichzeitig spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Für die Instrumente werden unter anderem gereinigte Blechdosen, Milchkartons, Kronkorken und leere Küchenrollen wiederverwendet.
Natürlich wird jede geleistete Arbeit fair entlohnt. Nach Abschluss einer Aufgabe erhalten die Kinder einen Eintrag in ihren Pass und können sich ihren Lohn bei der Bank auszahlen lassen. Die hergestellten Produkte werden an den Konsum geliefert und dort verkauft. Mit ihrem selbst verdienten Geld können die jungen Einwohner einkaufen, Freizeitangebote nutzen wie das Kino besuchen oder sich etwas zu essen und zu trinken gönnen. Frisch gestärkt geht es anschließend an die nächste Aufgabe – denn in HoykiWojki macht Arbeit nicht nur Spaß, sondern vermittelt ganz nebenbei wichtige Erfahrungen für das Leben.