Präventionsprojekt „Cannabis“ an der Oberschule Hoyerswerda
Im Januar wurde in der Klassenstufe 8 das Präventionsprojekt „Cannabis“ durchgeführt. Ziel des Projekts war es, den Jugendlichen eine zielgruppengerechte Präventionsmaßnahme anzubieten, die sie dazu befähigt, sich kritisch, reflektiert und risikobewusst mit der Substanz Cannabis auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sollte ihre Gesundheitskompetenz gestärkt werden, indem sie lernen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, zu vertreten und selbst Einfluss auf ihre Gesundheit zu nehmen.
Zu Beginn des Projekts wurde mit einem kurzen Warm-up gestartet, um die Schüler*innen thematisch einzustimmen und Hemmschwellen abzubauen. Anschließend folgte die Wissensvermittlung, die überwiegend in Gruppenarbeit stattfand. Die Jugendlichen sammelten zunächst ihr vorhandenes Basiswissen und erweiterten dieses gemeinsam. Dabei setzten sie sich unter anderem mit den Erscheinungsformen von Cannabis, der Wirkungsdauer, erwünschten und unerwünschten Wirkungen, möglichen Streckmitteln sowie mit gesundheitlichen Schäden auseinander.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Suchtentstehung. Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurden die Begriffe Gebrauch, Gewohnheitskonsum und Abhängigkeit erklärt. Die Schüler*innen ordneten verschiedene Situationen diesen Begriffen zu und entwickelten ein besseres Verständnis dafür, wie schleichend Abhängigkeit entstehen kann.
Im Themenblock Cannabis und Gesetzmäßigkeiten wurden erneut Fallbeispiele diskutiert, beispielsweise im Straßenverkehr oder im schulischen Kontext. Gemeinsam wurde erarbeitet, welche rechtlichen und schulischen Konsequenzen in solchen Situationen zu erwarten sind. Dies förderte ein realistisches Bild der Folgen von Regel- und Gesetzesverstößen.
Besonders lebhaft gestaltete sich der Perspektivwechsel, bei dem die Jugendlichen in die Rolle der Eltern schlüpften. Die Frage „Wie würdet ihr reagieren, wenn euer Kind Cannabis konsumiert?“ führte zu intensiven Diskussionen und gut begründeten Argumentationen. Dabei wurde deutlich, dass die Schüler*innen unterschiedliche Ansichten vertraten. Einige äußerten den Wunsch nach strengeren Eltern und klaren Konsequenzen, um aus Fehlern lernen zu können.
Ein weiterer Höhepunkt war das „Kiffer-Quiz“, das nach dem Jeopardy-Prinzip aufgebaut war. In Gruppen traten die Jugendlichen gegeneinander an und testeten spielerisch ihr Wissen rund um das Thema Cannabis.
Zum Abschluss des Projekts wurden im Ideenkarussell gemeinsam Alternativen zu Suchtverhalten gesammelt. Die Jugendlichen brachten zahlreiche kreative und alltagsnahe Ideen ein, wie man mit Stress, Langeweile oder Gruppendruck auch ohne Suchtmittel umgehen kann.
Insgesamt bewerteten die Schüler*innen das Präventionsprojekt als sehr spannend, informativ und wichtig. Das Projekt leistete einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung, zur Stärkung der Selbstreflexion und zur Förderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der eigenen Gesundheit.
Team Schulsozialarbeit
Frau Huschmann und Frau Schulze-Bubbe

