Sport beim Frauentreff – Gemeinschaft in Bewegung
Mittwochs treffen sich Frauen aus unterschiedlichsten Ländern der Welt. Was sie verbindet? Sie leben in Hoyerswerda, möchten Kontakte knüpfen, Anschluss finden und sich austauschen. Außerdem haben sie das Ziel, neue Wege zu entdecken, um sich aktiv in das Leben vor Ort einzubringen. Seit Kurzem gibt es beim Frauentreff eine weitere Gemeinsamkeit: Die Freude an der Bewegung.
Über das GIHK-Projekt „HY l(i)ebt Sport“ können die Frauen nun gemeinsam an angeleiteten Sporteinheiten teilnehmen. Die GIHK-Werkstatt konnte sich dieses Mal selbst ein Bild davon verschaffen, wie gut das neue Angebot ankommt.
Rund 20 Frauen waren an diesem Mittwoch dabei – und die Begeisterung war deutlich spürbar. Ob drinnen oder draußen: Trainerin Luisa Kruschka zeigt abwechslungsreiche Übungen, die alle Teilnehmerinnen leicht nachvollziehen können. Denn hier braucht es nicht viele Worte. Die Bewegungen werden vorgemacht und der Countdown zum Halten einer Position ist für alle verständlich – ganz unabhängig von der jeweiligen Herkunftssprache.
Am 7. Oktober 2026 begann die Sporteinheit ganz entspannt im Stuhlkreis. Doch an Ausruhen war nicht zu denken. Sobald alle bereit waren, kam der ganze Körper in Bewegung: aufstehen, strecken, kreisen, dehnen, beugen, stützen und schwingen… Von den Füßen über Beine, Arme, Rücken und Bauch bis hin zu Händen und Kopf wurden alle Körperbereiche aktiviert. Schritt für Schritt nahm die Bewegung Fahrt auf – und schon bald kamen die Teilnehmerinnen ordentlich ins Schwitzen.
Doch nicht nur die sportliche Einheit sorgte für Begeisterung. Im Anschluss wurde deutlich, dass einige Frauen gern noch einen Schritt weitergehen möchten. Sie erkundigten sich nach Möglichkeiten, regelmäßig Sport zu treiben – nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kinder. Von Gymnastik bis Fußball kamen dabei ganz unterschiedliche Sportarten ins Gespräch.
Genau hier setzt ein weiteres Angebot im Rahmen des GIHK an: Sas Schnuppertraining. Es schafft eine Brücke zu den örtlichen Sportvereinen und ermöglicht Menschen, die aufgrund sprachlicher oder anderer Zugangsbarrieren bisher wenig Einblick in die Vereinswelt haben, verschiedene Sportarten kennenzulernen.
Die Trainer begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren ersten Schritten, geben Einblicke in den Trainingsalltag und machen erlebbar, was die jeweilige Sportart auszeichnet. Wer dabei Gefallen am Vereinssport findet, erhält Unterstützung bei den nächsten Schritten – von der Orientierung bis hin zu den Anmeldeformalitäten. So wird aus dem ersten Ausprobieren im besten Fall eine langfristige sportliche Aktivität.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich bereits jetzt: Seit das regelmäßige Sportangebot beim Frauentreff gestartet ist, hat auch die Nachfrage nach dem Schnuppertraining spürbar zugenommen. Darüber hinaus berichtete der Sportclub über einige Nachmeldungen für den CityLAUF von Familien aus Gemeinschaftsunterkünften.
Das Sportangebot zeigt, wie niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten Menschen zusammenbringen, Zugänge zum Vereinssport eröffnen und einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe und zum Abbau sozialer Barrieren leisten können.

