Zwischen Rohrverlegung und Gewächshausgrube
Im WK VII tut sich was – genauer gesagt beim vbff. Das Haus der Begegnung bekommt ein neues Kleid: Im Rahmen einer energetischen Sanierung, die durch EFRE-Mittel gefördert wird, hat sich das Gebäude bereits von außen deutlich verändert. Die Dämmung ist angebracht, die neue Fassade lässt das Haus in frischem Glanz erscheinen. Doch während es draußen schon immer mehr nach Fertigstellung aussieht, herrscht im Inneren noch geschäftiges Treiben, wie sich auch beim Besuch der GIHK-Werkstatt zeigte.
Heizungsrohre werden verlegt, brandschutztechnisch notwendige Umbauten umgesetzt und zahlreiche Details aufeinander abgestimmt. Für Madlen Krenz und ihr Team bedeutet das seit Juni vor allem eines: Improvisieren, organisieren und flexibel bleiben. Denn das Haus der Begegnung ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten und für diejenigen, die vor besonderen sozialen Herausforderungen stehen. Umso wichtiger ist es, den Betrieb trotz aller Bauarbeiten so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.
Ganz ohne Einschränkungen geht das allerdings nicht. Lärm, Schmutz und zeitweise auch Gefahrenbereiche machten den Alltag gerade während der Sommerferien zu einer besonderen Hürde. Doch es wurden kurzerhand neue Wege gefunden: Wenn besonders einschneidende Bauarbeiten durchgeführt wurden, standen Ausflüge auf dem Programm.
Als wäre die Sanierung nicht schon Veränderung genug, wächst im Rahmen des GIHK-Projekts „HY l(i)ebt Gesundheit“ gleichzeitig eine ganz besondere Idee heran: Ein Walipini. Der Begriff dürfte für viele zunächst ungewohnt klingen. Dahinter verbirgt sich ein Erdgewächshaus, das die natürlichen Temperaturverhältnisse im Erdreich nutzt, um Pflanzen besser vor Kälte zu schützen und ihnen sicherere Wachstumsbedingungen zu bieten.
Auch im Garten der Generationen soll ein solches Gewächshaus entstehen. Die Grube dafür ist bereits ausgehoben. Ihre ungewöhnliche Kreuzform erinnert vielleicht auf den ersten Blick an den Grundriss einer kleinen Kirche. Doch hinter der Form steckt ein Plan: Eine bereits vorbereitete Treppe soll künftig hinunter ins Gewächshaus führen, während ein Lichtschacht Tageslicht von oben hineinlässt. Stück für Stück nimmt das Vorhaben Gestalt an – auch wenn bis zum fertigen Walipini noch einige Fragen geklärt werden müssen.
Unter anderem ist noch zu klären, ob und in welchem Umfang der Boden vor der weiteren Nutzung zunächst ausfrieren muss. Madlen Krenz blickt dennoch hoffnungsvoll nach vorn: Gerne möchte sie das Gewächshaus bereits im kommenden Frühjahr gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern des Gartens nutzen.
Der Garten der Generationen hat schließlich noch viel mehr zu bieten. Dabei geht es um Selbstversorgung, ums Entdecken und ums gemeinsame Erleben. Ein Sinnespfad lädt besonders Kinder ein, Natur ganzheitlich zu erleben. Eine Feuerstelle bietet Raum für gemeinschaftliche Momente und auch ein kleines Theaterhäuschen entsteht derzeit auf dem Gelände.
So wächst hier trotz aller Baustellen ein Ort, an dem Begegnung, Kreativität und gemeinsames Lernen ihren Platz finden. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Bauarbeiten in den kommenden Monaten erfolgreich abgeschlossen werden und die Einschränkungen – insbesondere für den Jobtreff – Schritt für Schritt abnehmen.

